Sonntag, 28. oktober 2007
Der Familien-Alltag mit AD(H)S ist mehr als anstrengend. Mein großer Sohn (6 Jahre) bekommt schon länger Medikinet, 10 mg am Tag. Es hilft ihm gut, wir haben positive Rückmeldungen vom Kindergarten bekommen. Von der Schule wurde er noch ein Jahr zurückgestellt. Er besucht einen Kindergarten der Lebenshilfe, weil er im Regelkindergarten links liegen blieb.
Mein 3-jähriger ist total hibbelig, er redet von morgens bis abends, ist total tollpatschig, fällt ständig hin oder rempelt irgendwo an. Momentan ist es total schwierig mit ihm. Er hört nicht und kann keine halbe Minute still sitzen. Es macht mich manchmal schier wahnsinnig. Bei ihm werden wir wohl später auch nicht um eine Medikation herumkommen.
Bei mir wurde ADS im vergangenen Jahr diagnostiziert...mit 33 Jahren. Seit meiner Jugend habe ich mich gewundert, was bei mir nicht stimmt. Immer wieder kämpfte ich mit Depressionen und Ängsten, fühlte mich anders als die anderen. Die Schwangerschaften waren schlimm für mich. Und nun schaffe ich den Alltag mit zwei Kindern kaum. Ich bin so ausgebrannt, weil der Alltag für mich viel anstrengender ist als für Normalos. Mein Papa ist Alkoholiker, er ist wohl auch davon betroffen. Leider ist ADS bei Erwachsenen ja imer noch wenig bekannt und selbst viele Psychiater, meiner eingeschlossen, bezweifeln, dass Erwachsene noch davon betroffen sind. Ich kann es jedoch bestätigen.
von RedPeppa veröffentlicht in: AD(H)S
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Voir tous les articles

Über diesen Blog

Profil

Kategorien

Neueste Kommentare

Kalender

August 2008
M D M D F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
             
<< < > >>

Archiv

Suchen

podcasteur auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden